Glas 1x1

In unserem "Glas 1 x 1" finden Sie wesentliche Stichworte rund um den Baustoff Glas erläutert. Von "Absorption" über "Isolierglas" bis hin zu "Warme Kante" geben wir kurze, prägnante Definitionen.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
                                                                                                     

A

Absorption
Aufnahme und damit Schwächung von Energiestrahlen beim Durchgang durch Materie. Die Absorption ist neben der Transmission und Reflexion die dritte bestimmende Größe beim Strahlungsdurchgang durch Glas.
Transmission + Reflexion + Absorption = 100 %
Die Strahlungsenergie wird durch die Absorption in Wärmeenergie umgewandelt. Dies führt zu einer Temperaturerhöhung der absorbierenden Glasscheibe.

Abstandhalter
UNIGLAS Isolierglas-Produkte bestehen in der Regel aus zwei Floatglasscheiben, die durch einen getrockneten und hermetisch abgeschlossenen Scheibenzwischenraum (SZR) voneinander getrennt sind. Zu diesem Zweck werden die beiden Glasscheiben mit einem Abstandhalter auf den gewünschten Abstand gebracht. Die Abstandhalter können aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff sein (s. auch "Warme Kante").

Alarmglas
ESG oder VSG in Verbindung mit verschiedenen Sicherheitssystemen wie Alarm-Draht oder Alarm-Schleife eingebrannt auf eine ESG-Scheibe. Alarm-ESG ist ein Einscheibensicherheitsglas mit eingebrannter Leiterschleife, die bei Zerstörung der Scheibe unterbrochen wird und Alarm auslöst. Die ESG-Alarmscheibe muss zur Angriffseite hin positioniert werden.

Angriffhemmung
eingeteilt in die Gruppen:
Prüfnorm
P-A
P-B
BR
= durchwurfhemmend DIN EN 356 A
= durchbruchhemmend DIN EN 356 B
= durchschusshemmend DIN EN 1063
= sprengwirkungshemmend DIN 52290

B

b-Faktor
auch "Shading coeffizient" genannt, stellt den mittleren Durchlassfaktor der Sonnenenergie, bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad einer 4 mm-Scheibe dar. Dies ist notwendig zur Kühllastberechnung eines Gebäudes

Bauglas
Glas als Werkstoff verfügt über eine 5000 Jahre alte Tradition. Sehr früh erkannte man auch die Bedeutung von Glas als Baustoff. Glas wurde bald zum Synonym für Belichtung, Schutz und Behaglichkeit. Heute findet es z. B. Verwendung für die Verglasung von Fenstern, Türen, Wintergärten und Fassaden mit besonderen Wärme-, Sonnen- und Lärmschutz-Effekten im Neubau und im Renovationsbereich.

Bauregelliste
Im Feb. 2002 haben europaweit geltende Ug-Werte in der DIN 4108 Teil 4 die bisherigen Uv-Werte abgelöst. Zwar kann der Wärmedurchgangskoeffizient wie bisher nach DIN EN 673 berechnet werden, aber neue Randbedingungen führen dazu, dass der Ug-Wert vom Uv-Wert abweicht, nämlich meist um 0,1 W/m2K höher liegt. (Außer der Berechnung ist auch eine Messung nach DIB EN 674 bzw. 675 möglich.)

Beschichtetes Warmglas
Unter beschichtetem Warmglas versteht man die mit einer hauchdünnen (ca. 10 mm dicken) Funktionsschicht versehenen Floatglasscheibe. Durch die sehr dünne Metallbeschichtung ist einerseits die Durchlässigkeit für das Licht der Sonne gegeben, andererseits wird das Emissionsvermögen der Glasoberfläche verringert.
Es lassen sich wirklich neutrale Wärmefunktionsschichten mit niedrigem Emissionsvermögen (e = 0,04) herstellen, die einen Uv. DIN-Wert von 1,1 W/m2K, Ug, BAZ-Wert von 1,2 W/m2K im Standardaufbau mit Argonfüllung gewährleisten.

Bewertetes Schalldämm-Maß
Bei der schalltechnischen Beurteilung von Verglasungen findet das bewertete Schalldämm-Maß Rw nach DIN 52210 bzw. DIN EN ISO 717 Verwendung. Es wird durch Messung und Vergleich mit der Bezugskurve ermittelt und in Dezibel ausgedrückt.
Aufgrund des logarithmischen Maßstabs, bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung

Brandschutzglas
ist ein Flachglas, geeignet zur Herstellung von Brandschutzsystemen der Feuerwiderstandsklassen F und G, die alle an raumabschließende Wände der entsprechenden Feuerwiderstandsklassen gestellten Anforderungen erfüllen.

C

Chemische Beständigkeit
Glas ist im allgemeinen ausreichend chemisch stabil und beständig gegen Säuren (außer gegen Flusssäuren) sowie begrenzt gegen Laugen.

Chemisch vorgespanntes Glas
= Spannungszustand ähnlich thermisch vorgespanntem Glas, jedoch entspricht die erreichte Bruchstruktur nicht den notwendigen Sicherheitsanforderungen.

 

D

dB
Abkürzung für Dezibel, die Einheit der relativen Lautstärke, aufgetragen auf einer logarithmischen Skala. Gewichtete Dezibel [dB(A)] sind "gewichtet" gegen die Schallempfindlichkeit des menschlichen Ohrs.

DIBT
Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin

DIN
Deutsches Institut für Normwesen

Direkte Transmission
Der Anteil der Sonnenstrahlung, der direkt durch das Glas ins Rauminnere gelangt.

Doppelscheibeneffekt
Isolierglas hat ein durch den Randverbund eingeschlossenes Luft-/Gasvolumen, dessen Zustand im Wesentlichen durch den barometrischen Luftdruck, die Höhe der Fertigungsstätte über Normal-Null (NN) sowie die Lufttemperatur zur Zeit und am Ort der Herstellung bestimmt wird. Bei Einbau von Isolierglas in andere Höhenlagen, bei Temperaturveränderungen und Schwankungen des barometrischen Luftdrucks (Hoch- und Tiefdruck) ergeben sich zwangsläufig konkave und konvexe Durchbiegungen der Einzelscheiben und damit optische Verzerrungen. Auch Mehrfachspiegelungen können unterschiedlich stark an Oberflächen von Isolierglas auftreten. Verstärkt können diese Spiegelbilder erkennbar sein, wenn z.B. der Hintergrund der Verglasung dunkel ist oder wenn die Scheiben beschichtet sind. Diese Erscheinung ist eine physikalische Gesetzmäßigkeit aller Isolierglaseinheiten. (Eine Isolierglaseinheit ist nicht anders als eine große Barometerdose.)

Drahtglas
Glas, das durch kontinuierliches Gießen und Walzen hergestellt wird und in das beim Produktionsprozess eine durchgängig verschweißte Drahteinlage eingebracht wird. Die Glasoberflächen können strukturiert oder poliert sein.

Drei-Liter-Häuser = Ultra-Niedrigenergiehäuser
Als 3-Liter-Häuser werden Gebäude bezeichnet, die einen jährlichen Primärenergiebedarf je m⊃2; Nutzfläche für die Beheizung des Hauses von maximal 34 kWh aufweisen; dies entspricht dem Primärenergiegehalt von 3 Litern Heizöl EL. Die Ermittlung des Primärenergiebedarfs hat nach den europäisch harmonisierten Normen und der jeweils aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) zu erfolgen. In dem Rechenwert enthalten ist sowohl der Brennstoffbedarf für Heizzwecke, wie auch die erforderlichen Antriebsenergie. Ein heute konventionell errichtetes Einfamilienhaus weist mit ca. 80 kWh pro m⊃2; einen etwa 3 Mal so hohen Heizenergiebedarf auf.

Druckausgleich
Isolierglas wird bei der Fabrikation beim jeweiligen herrschenden Luftdruck verschlossen. In anderen Höhenlagen bzw. bei anderen Wetterverhältnissen ändert sich der Luftdruck der Umgebung. Dann ist beispielsweise der äußere Luftdruck geringer als derjenige im Scheibenzwischenraum des Isolierglases. Dies führt zum Ausbauchen der Scheiben und zur Überbeanspruchung des Isolierglaselementes. Der Einbau und/oder Transport von Isolierglas in Höhenlagen, die mehr als etwa 600 m über dem Fabrikationsort des Isolierglases liegen, machen Maßnahmen für einen Druckausgleich notwendig.

E

Eisenarmes Glas
Besonders strahlungsdurchlässiges ("extra-weißes") Glas, das aufgrund seines geringen Eisenoxidgehalts eine geringere grünliche Eigenfärbung aufweist als normal klares Floatglas.

Emailliertes Glas
Glas, auf dessen Oberfläche eine Mischung aus keramischen Farben ("Glasfritte") durch Walzen oder Gießen aufgetragen und bei hohen Temperaturen eingebrannt wird.

Emissivität
Eine Eigenschaft der Oberfläche eines Materials: die relative Fähigkeit einer Oberfläche, Energie zu absorbieren und in Form von Strahlung wieder abzugeben. => "Low E"

EnEV
Seit Februar 2002 besteht eine neue Energieeinsparverordnung - kurz EnEV -.
Die EnEV stellt die Fortsetzung der Wärmeschutzverordnung (WSVO) in ihrer Ausgabe von 1982 und 1995 dar. Die EnEV vereinigt die bisher getrennten Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagen-Verordnung von 1994.
Bisher bezog sich die WSVO '95 auf den Jahres-Heizenergiebedarf. Neu ist die Berücksichtigung des Jahres-Heizenergiebedarfs und des Primärenergiebedarfs. Der Jahres-Heizenergiebedarf schließt unter anderem zusätzlich die Aufwendungen für die Warmwasserbereitung sowie Wärmeverluste des Heizsystems mit ein. Der Primärenergiebedarf schließlich berücksichtigt noch Besonderheiten des eingesetzten Primärenergieträgers, also z.B. Verluste bei der Stromerzeugung im Kraftwerk oder bei der Erdölförderung und -verarbeitung sowie die Verluste bei den Transporten bis zu den Gebäuden

Energieabsorption
Der Anteil der Sonnenstrahlung, der vom Glas absorbiert und nach außen und innen wieder abgegeben wird.

Energiereflexion
Der Anteil der Sonnenstrahlung, der vom Glas reflektiert wird.

Energietransmission
Der Anteil der Sonnenstrahlung, der direkt durch das Glas gelangt.

Entspiegeltes Glas
Oberflächenbehandeltes Glas, das Lichtreflexionen minimiert und dadurch praktisch reflexionsfrei wirkt.

Europäische Normen
Das Alleinverkaufsrecht aller DIN und EN-Normen liegt bei:
Beuth Verlag GmbH
10772 Berlin
Telefon: (0 30) 26 01 - 22 60
Telefax: (0 30) 26 01 - 12 60
Internet: www.beuth.de E-Mail: postmaster@beuth.de

ESG-Einscheiben-Sicherheitsglas
ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung wird durch eine Wärmebehandlung des Glases erreicht. Der Herstellungsprozess von ESG besteht im raschen und gleichmäßigen Erhitzen einer Glasscheibe auf über 600°C und dem anschließenden zügigen Abkühlen (Abschrecken) durch Anblasen mit kalter Luft.
ESG verfügt über einen erhöhten Verletzungsschutz, denn im Falle der Zerstörung entsteht ein engmaschiges Netz von kleinen, meist stumpfkantigen Glaskrümeln und keine scharfkantigen Glassplitter.

F

Farbwiedergabe-Index Ra
Die Farbwiedergabeeigenschaften einer Verglasung werden durch den allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra nach DIN 6169 ermittelt. Die Skala für Ra reicht bis 100. Der optimal mit einer Verglasung erreichbare Ra-Wert ist 99.
Der Ra,D-Wert kennzeichnet die Farberkennung bei Tageslicht erstens im Raum und zweitens bei Durchsicht. In vergleichbarer Weise kennzeichnet der Ra,R-Wert die Farbwiedergabe des Glases auf der Ansichtsseite.

Feuerwiderstand
Die Fähigkeit eines Baumaterials, eine wirksame Barriere gegen die Ausbreitung von Flammen, Rauch und giftigen Gasen zu bilden und/oder die Transmission von Hitzestrahlung zu verhindern.

Floatglas
Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für Flachglas abgelöst. Float heisst auf deutsch soviel wie "obenauf schwimmen" oder "treiben" und damit ist auch das eigentliche Prinzip dieses Verfahrens charakterisiert. Beim Floatverfahren bewegt sich ein endloses Glasband aus der Schmelzwanne auf ein flüssiges Zinnbad. Dort schwimmt es auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls, breitet sich aus und wird genügend lange auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten. In Folge der Oberflächenspannung der Glasschmelze und der planen Oberfläche des Zinnbades bildet sich auf natürliche Weise ein absolut planparalleles Glasband.Im Kühlkanal und auf der anschließenden Transportstrecke kühlt das Glas bis auf Raumtemperatur ab, so dass es in Tafeln geschnitten werden kann.

G

g-Wert
Der g-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen für Sonnenstrahlung im Wellenlängenbereich von 300 nm bis 2.500 nm. Die Grösse ist für klimatechnische Berechnungen von Bedeutung und wird in Prozent ausgedrückt. Der g-Wert wird nach der DIN EN 410 bestimmt.
Der g-Wert setzt sich zusammen aus direkter Sonnenenergietransmission und sekundärer Wärmeabgabe nach innen infolge langwelliger Strahlung und Konvektion.

Gasfüllung
Zur Verbesserung der Funktionen im Wärme- und Schallschutzbereich werden moderne Funktionsisoliergläser mit unterschiedlichen Gasfüllungen ausgestattet. In der Regel handelt es sich um Krypton oder Argon (beim Wärmeschutz) oder Gemische daraus. Krypton verbessert auch den Schallschutz. Früher wurde auch SF6 für den Schallschutz verwendet. Aus ökologischen Gründen ist dies jedoch heute selten der Fall. SF6 = Klimakiller
So ist es möglich, dass moderne UNIGLAS-Isoliergläser Ug-Werte bis zu 0,5 W/m2K oder Schalldämm-Werte bis zu Rw = 52 dB erreichen.

Gebogenes Glas
Glas, das in eine Form gelegt und bis zum Erweichungspunkt erhitzt wird, so dass es die Form der Unterlage annimmt.

Gekühltes Glas
Bei der Floatglasherstellung wird das heiße Glas im so genannten "Kühloffen" langsam abgekühlt. Dadurch werden Spannungen im Glas vermieden, so dass das Glas ohne Bruchgefahr geschnitten und weiter verarbeitet werden kann.

Gesäumt
Grundlegende Form der Kantenbearbeitung, bei der die scharfen Kanten von geschnittenem Glas entfernt werden.

Gießharz-Laminat
Zwei oder mehr Glasscheiben (Schalen) werden mit einer oder mehreren Zwischenschichten aus Gießharz verbunden.

Glas - Definition
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, es erstarrt im Wesentlichen ohne Kristallisation. Glas ist eine "zähe Flüssigkeit".

Glaskanten
Offene Glaskanten bei Verbundsicherheitsglas:
Die bei Verbundsicherheitsglas verwendeten Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB-Folien) sind hygroskopisch. Die Wasseraufnahme der Folie kann an bewitterten Kanten bzw. an allen Stellen, an denen Luftfeuchtigkeit und Wasserdampf mit den Folien in Berührung kommen, eine Folienablösung und ein optisch sichtbares Ermatten der Folie oder minimale Delaminationen bewirken, die durch kleine Bläschen sichtbar werden.

H

Hartglas
chemisch resistentes und thermisch beständiges Geräteglas mit hohen Erweichungstemperaturen, einem thermischen Längenausdehnungskoeffizienten unter 6 - 10-6 K-1; nicht zu verwechseln mit Einscheiben-Sicherheitsglas.

Härte
Bei Widerstand gegen Eindringen eines härteren Körpers von zwei verschiedenen Stoffen ritzt jeweils nur einer den anderen. Ein Diamant ritzt einen Saphir, aber nicht umgekehrt. Eine Reihe der Ritzfähigkeit ist die Härteskala von Mohs in zehn Graden von Talk = 1 bis Diamant = 10. Fensterglas hat die äquivalente Härte von 5,5.

Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test)
Durch unvermeidbare Nickelsulfideinschlüsse in einer Glasscheibe wird durch Temperaturerhöhung das Volumen der Nickelsulfide vergrößert. Dadurch wird das innere Spannungsgleichgewicht der ESG-Scheibe gestört. Diese Spannungsveränderung ist Ursache für den Spontansprung, der zur Zerstörung der Scheibe führt.
Um einen Spontansprung im eingebauten Zustand weitgehend zu vermeiden, können ESG-Scheiben dem HS-Test unterzogen werden. Hierzu werden die Scheiben bei einer mittleren Ofentemperatur von 290°C einer Haltezeit von 4 h bzw. 8 h einer Heißlagerungsprüfung unterzogen.
Gemäß DIN 18 516 Teil 4 müssen beim Einsatz von ESG als hinterlüftete Außenwandbekleidung ESG-Scheiben einen Heißlagerungstest (Heat-soak) durchlaufen. Hierbei wird durch Erhitzen der Scheibe auf 290°C bei einer Haltezeit von 8 Stunden ein eventuell möglicher Spontanbruch gewollt herbeigeführt.

Horizontale Vorspannung
Thermischer Prozess, bei dem das Glas horizontal über Rollen geführt und dabei durch intensive Abkühlung vorgespannt wird.

I

Interferenz-Erscheinungen
Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu physikalisch bedingten optischen Erscheinungen kommen. Diese machen sich durch regenbogenartige Flecken, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheibe ihre Lage verändern. Interferenzen sind rein physikalisch bedingte Lichtbrechungs- und Überlagerungserscheinungen, sie treten nur in Fällen auf, bei denen zwei oder mehrere Floatglasscheiben hintereinander angeordnet werden. Es handelt sich somit bei diesen Interferenzen um Erscheinungen, die als Ausdruck einer ausgezeichneten Floatglasqualität anzusehen sind.

In der Masse gefärbtes Glas
Transparentes Floatglas mit dauerhafter, gleichmäßiger Färbung in der Glasmasse.

Isolierglas
Isolierglas gibt es seit etwa 60 Jahren. Das älteste Patent zu diesem Thema stammt sogar aus dem Jahre 1865.
Die offizielle Definition des Begriffs Isolierglas ist in DIN 1259 Teil 2 festgelegt: Mehrscheibenisolierglas ist eine Verglasungseinheit, hergestellt aus zwei oder mehreren Glasscheiben (Fensterglas, Spiegelglas, Gussglas, Flachglas) die durch einen oder mehrere luft- bzw. gasgefüllte Zwischenräume voneinander getrennt sind. An den Rändern sind die Scheiben luft- bzw. gas- oder feuchtigkeitsdicht durch organische Dichtungsmassen, Verlöten oder Verschweißen verbunden.In dem abgeschlossenen Raum zwischen den Scheiben befindet sich kein Vakuum, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern getrocknete Luft oder Spezialgas. Vakuum ist aus statischen Gründen unmöglich.

K

Kelvin (K)
Das Kelvin ist die Einheit der thermodynamischen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt (-273,15°C) und auch die Einheit für die Temperaturdifferenz. Der Temperaturunterschied von 1 Grad Kelvin entspricht 1 Grad Celsius

Kondensation auf den Scheibenaußenflächen (Tauwasserbildung)
Kondensat (Tauwasser) kann sich auf den äußeren Glasoberflächen dann bilden, wenn die Glasoberfläche kälter ist als die angrenzende Luft, (z.B. beschlagene PKW-Scheiben). Die Tauwasserbildung auf den äußeren Scheibenoberflächen der Isolierglasscheibe wird durch den Ug-Wert, die Luftfeuchtigkeit, die Luftströmung und die Innen- und Außentemperatur bestimmt.
Die Tauwasserbildung auf der raumseitigen Scheibenoberfläche wird bei Behinderung der Luftzirkulation, z.B. durch tiefe Laibungen, Vorhänge, Blumentöpfe, Blumenkästen, Jalousetten sowie durch ungünstige Anordnung der Heizkörper o.ä. gefördert. Bei Isolierglas mit hoher Wärmedämmung kann sich auf der witterungsseitigen Glasoberfläche vorübergehend Tauwasser bilden, wenn die Außenfeuchtigkeit (relative Luftfeuchte außen) hoch und die Lufttemperatur höher als die Temperatur der Scheibenoberfläche ist.

L

Laminiertes Glas -> VSG

Lichtdurchlässigkeit
Die Lichtdurchlässigkeit drückt den direkt durchgelassenen, sichtbaren Strahlungsanteil im Bereich der Wellenlänge des sichtbaren Lichts von 380 nm bis 780 nm, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges, aus. Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben und u. a. von der Glasdicke beeinflusst. Bedingt durch den unterschiedlichen Eisenoxidgehalt des Glases sind geringfügige Schwankungen möglich. So verfügt Floatglas als Einzelscheibe im sichtbaren Spektralbereich über eine Lichtdurchlässigkeit von 90%. Normales, unbeschichtetes Isolierglas, bestehend aus zwei Floatglasscheiben, besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 80%. Das neueste Wärmedämmglas UNITOP von UNIGLAS besitzt z.B. eine Lichtdurchlässigkeit von über 79%. Die Bezugsgröße 100% ist eine unverglaste Maueröffnung.

Low-E
Low-E-Gläser sind beschichtete Wärmedämmgläser. Der Aufbau dieser Funktionsschichten, ihre technischen Werte und ihre optischen Eigenschaften können je nach Schichtart verschieden sein; man unterteilt in "Hard Coatings" und "Soft Coatings".
Unter Hard Coatings versteht man pyrolytisch aufgebrachte Zinnoxidschichten mit oder ohne Unterschicht auf Siliziumoxidbasis.
Soft Coatings sind gesputterte Schichten, die aus teilweise fünf übereinander liegenden Schichten bestehen.

M

Mehrscheiben-Isolierglas
Verglasungseinheit; hergestellt aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die durch einen oder mehrere luft- bzw. gasgefüllte Zwischenräume voneinander getrennt sind. An den Rändern sind die Scheiben luft- bzw. gas- und feuchtigkeitsdicht durch organische Dichtungsmassen verbunden. Mehrscheiben-Isolierglas bietet je nach Ausführung hohe Wärmedämmung und/oder Schallisolation.

N

Nickelsulfid-Einschlüsse
Kleine, fast kugelförmige Verunreinigungen im Glas. Sie können bei Einscheiben-Sicherheitsglas unter bestimmten Umständen in der Anwendung zu Spontanbrüchen führen.

Niedrigenergiehäuser
Um das vorhandene Umweltschutzpotential in der Gebäudebeheizung voll auszuschöpfen, muss der Wärmeschutz der Gebäude drastisch verbessert werden, und zwar auch über das mit der neuen EnEV geforderte Maß hinaus.
Als Niedrigenergiehäuser werden Gebäude bezeichnet, die - bezogen auf die beheizte Wohn- bzw. Nutzfläche - einen Energieverbrauch von weniger als 50 kWh/m2a aufweisen. UNIGLAS® bietet besonders geeignete Produkte für Niedrigenergiehäuser an z.B. UNIGLAS® | TOP.

O

Ornamentglas
im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Gussglas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitiger strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig.

P

Passivhaus
Das Besondere am Passivhaus ist, dass durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit verringert ist, dass neben einer hoch effizienten Wärmerückgewinnung durch ein komfortables Lüftungssystem die "kostenlosen" Energiebeiträge aus eingestrahlter Sonnenenergie, Eigenwärme der Personen im Haus undWärmeabgabe von Geräten
ausreichen, um das Gebäude angenehm warm zu halten. Der geringfügig verbleibende Heizwärmebedarf kann über eine geringe Nachwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden.

Im Vergleich zu Häusern im Bestand, die im Jahr nicht selten bis zu 400 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen, oder auch modernen Niedrigenergiehäusern mit einem Bedarf von weniger als 70 kWh/(m2a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m2a). Da beim Passivhaus damit auf den Einbau einer herkömmlichen Heizung verzichtet werden kann, werden die beim Bau höheren Kosten für die besondere Wärmedämmung, ein Lüftungssystem und die Solarwärmenutzung zum Teil kompensiert. Außerdem macht sich die anfängliche Mehrinvestition im Laufe der Jahre durch die eingesparten Heizkosten bezahlt.

Position
Die Oberflächen einer Verglasung werden von außen nach innen durchgezählt. Die äußere Oberfläche wird stets als Position 1 bezeichnet.

PVB (Polyvinyl-Butyral)
Kunststoff-Zwischenschicht in Verbund-Sicherheitsglas.

Pyrolytische Beschichtung
Metalloxidische Beschichtung, die "online" während des Produktionsprozesses auf das Glas aufgetragen wird.

R

Reinigung von Glasflächen
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen. Jedes Reinigen mit abrasiven, d.h. scheuernden oder kratzenden Materialien (feine Stahlwolle, Glashobel, Rasierklingen im flachen Winkel zum Glas o.ä.) ist allenfalls bei punktuellen Verschmutzungen zulässig. Ein Einsatz solcher Werkzeuge zur Reinigung ganzer Flächen wie das sogenannte "Abklingen" ist nicht glasgemäß. Diese Regeln gelten für alle Arten von Basis- und Spezialgläsern.

Reinigung von Glasflächen
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen. Jedes Reinigen mit abrasiven, d.h. scheuernden oder kratzenden Materialien (feine Stahlwolle, Glashobel, Rasierklingen im flachen Winkel zum Glas o.ä.) ist allenfalls bei punktuellen Verschmutzungen zulässig. Ein Einsatz solcher Werkzeuge zur Reinigung ganzer Flächen wie das sogenannte "Abklingen" ist nicht glasgemäß. Diese Regeln gelten für alle Arten von Basis- und Spezialgläsern.

RW
inzahl-Angabe zur Kennzeichnung der Luftschalldämmung von Bauteilen in dB.

S

Schallschutzisolierglas
FRERICHS GLAS vertreibt Schallschutzglas unter dem Markennamen UNIPHON. Da in der Regel die Anforderungen der neuen EnEV neben einer erhöhten Schalldämmung zusätzlich auch einen verbesserten Wärmeschutz erforderlich machen, verfügen die modernen UNIPHON-Typen gleichzeitig auch über niedrige Ug-Werte. UNIGLAS-Gesellschafter bieten eine breitgefächerte Produktpalette an, individuell abgestimmt auf die entsprechenden Erfordernisse. Schalldämmeigenschaften von Isolierglas werden prinzipiell durch drei charakteristische Merkmale erreicht: vergrößerter Scheibenzwischenraum (SZR), asymmetrischer Glasaufbau, Spezialgasfüllung im SZR sowie ggf. Verwendung von Gießharzscheiben.

Scheibenzwischenraum (SZR)
Der Raum zwischen zwei voneinander getrennten Floatglasscheiben. Der Scheibenzwischenraum ist je nach Ug-Wert mit Luft oder auch mit Edelgasen wie z. B. Argon und Krypton gefüllt.

Sichtbares Licht
Teil des elektromagnetischen Spektrums, mit Wellenlängen von 380 bis 780 nm, für die das menschliche Auge empfindlich ist.

Silikon-Versiegelung
Bei nicht abgedecktem Randverbund eines Isolierglases wird dieser mit einer UV-beständigen Silikonversiegelung abgedichtet.

Sputtering
Im so genannten Magnetron-Verfahren wird eine Edelmetallschicht "offline", also nach dem Produktionsprozess, durch Vakuum-Kathodenzerstäubung ("Sputtering") auf ein Floatglas aufgebracht.

Structural Glazing
So genannte "Klebefassade": Ein Aluminium-Adapterrahmen, der mit einer speziellen Isolierglas-Einheit (meist einem Stufen-Isolierglas) verklebt wird, bildet ein Modul, das durch Einhängen in eine Pfosten-Riegel-Konstruktion montiert wird.

Stufen-Isolierglas
Die Ränder eines Isolierglases schließen nicht bündig ab, sondern eine Scheibe überlappt die andere, etwa zur Verwendung in Dachverglasungen.

T

Tageslichtlenkung
Umlenkung des einfallenden Tageslichts durch Glassysteme, die reflektierende und lichtrichtende bzw. lichtstreuende Oberflächen oder Gitter enthalten. Solche Systeme verteilen das einfallende Tageslicht diffus im Raum und sorgen so für eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Blendung oder starke Schatten.

Taupunkttemperatur
Als Taupunkttemperatur wird die Temperatur der Luft bezeichnet, bei der die relative Luftfeuchtigkeit den Wert von 100 % erreicht. Sinkt die Lufttemperatur bei unverändertem Feuchtigkeitsgehalt, fällt Tauwasser an. Taupunkttemperaturen können an verschiedenen Stellen auftreten: Taupunkttemperatur im SZR von Isolierglas. Eine neue Isolierglas-Einheit soll über eine Temperatur im SZR von -60° C verfügen. Diese Temperatur, die nach DIN 52 345 bestimmt wird, ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal und sichert eine lange Lebensdauer des Isolierglases. Taupunkttemperatur der raumseitigen Scheibenoberfläche. Zur Tauwasserbildung auf der raumseitigen Scheibenoberfläche kann es kommen, wenn Warmluft plötzlich an einer kalten Scheibenoberfläche abkühlt oder relativ kalte Luft mit Feuchtigkeit angereichert wird (z.B. Nassräume). Taupunkttemperatur der außenseitigen Scheibenoberfläche. In Einzelfällen kann es auch bei beschichtetem Warmglas auf den außenseitigen Scheibenoberflächen zur Kondensatbildung kommen. Sie tritt am frühen Morgen bei hohem Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft auf. Die Ursache besteht darin, dass nachts wegen der hohen Wärmedämmung die Außenscheiben der Isoliergläser stark abkühlen. Diese Kondensatbildung verschwindet jedoch mit den ersten Sonnenstrahlen schnell wieder.

Teilvorgespanntes Glas
Glas, das einer speziellen Hitzebehandlung unterzogen wird, um seine Festigkeit gegenüber mechanischer und thermischer Beanspruchung zu erhöhen. Sein Bruchverhalten ähnelt dem von normal gekühltem Glas (radiale Bruchrisse). Es handelt sich nicht um ein Sicherheitsglas nach DIN 18361, sondern um ein TVG nach prEN 1863.

Thermische Spannungen
Spannungen im Glas, die durch Temperaturunterschiede erzeugt werden. Werden diese zu groß, zerbricht das Glas. Dieser Bruch wird als "Thermobruch" bezeichnet.

U

UV-Transmission
Anteil der kurzwelligen Sonnenenergie (280-380 µm), die durch eine Verglasung durchgelassen wird.

U-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m2; eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied der angrenzenden Raum- und Außenluft von 1 K hindurchgeht. Je kleiner der U-Wert, desto größer also die Wärmedämmung. Die Maßeinheit ist W/m2K. Die Prüfnorm des U-Werts für die Verglasung (Ug) ist die DIN EN 674. Der Wärmedurchlasswiderstand wird mit dem Plattengerät nach DIN EN 674 in der Scheibenmitte gemessen.

V

Verbundsicherheitsglas
VSG Bei der Herstellung von VSG aus Polyvinylbutyral (PVB) werden zwei oder mehrere übereinander liegende Glasscheiben durch eine oder mehrere hochelastische Folien fest miteinander verbunden.
Verbundsicherheitsglas ist ein splitterbindendes Glas. Das bedeutet, dass beim Bruch einer VSG Scheibe die Bruchstücke an der Folie haften. Somit können sich so gut wie keine scharfkantigen Glassplitter lösen. Die Verletzungsgefahr wird minimiert.
Grundsätzlich wird zwischen Verbundgläsern mit Gießharzfüllung und Verbundgläsern mit Folienzwischenlagen unterschieden. Das Gießharz oder die zäh-elastische Folie erschweren zusätzlich das Durchdringen des Gesamt-Glaselementes, so dass auch die aktive Sicherheit deutlich erhöht wird (je nach Aufbau einbruch- bis durchschusshemmend).

Vorgespanntes Glas -> ESG

W

Warme Kante
Wenn bei der Produktion von Isolierglas ein Edelstahl- oder Kunststoffabstandhalter verwendet wird, so spricht man von der "Warmen Kante": Vorteile der warmen Kante sind: Reduzierung der Wärmeverluste Erhöhung der Oberflächentemperatur und Reduktion der Tauwasserbildung Verbesserung des Raumklimas Energiesparen - Ressourcen schonen

Warm-Edge-Randverbund
Verringert den Wärmebrücken-Effekt im Randbereich von Isoliergläsern. Statt des konventionellen Aluminiums wird ein Material mit geringerer Wärmeleitfähigkeit als Abstandhalter verwendet.

Windlast
Druck bzw. Sog, der durch direkte Windeinwirkung auf die äußere Oberfläche eines Gebäudes ausgeübt wird. Einheit: N/m2.

Z

Zwei-Barrieren-System
Effektive und dauerhafte Dichtung von Isoliergläsern durch eine Versiegelung mit Polyisobutylen und eine zweite Versiegelung mit Polysulfid, Polyurethan oder Silikon.

Zwischenschicht
Bei laminiertem Glas das Material, mit dem die Scheiben fest miteinander verbunden werden. Bei Verbund-Sicherheitsglas handelt es sich um PVB, bei Verbundglas um Gießharz.



A-Z GLAS
Sielwall 18
D-28203 Bremen
Telefon: 0421 522 96 31
Telefax: 0421 522 96 32
Email: info@a-zglas.de
A-Z GLAS · Sielwall 18 · D-28203 Bremen · Tel.: 0421 522 96 31 · Fax: 0421 522 96 31

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